Gerd Kusenberg Ein Jugendtraum … … entstand 1963 zusammen mit der Gründung der  Beatles und der Rolling Stones. Als sie mit Erfolg durch  die Länder reisten, versuchten wir es ihnen  nachzumachen. Doch die Jungs aus Liverpool und  London hatten da wohl die besseren Ideen, zumindest   endeten  unsere  damaligen Versuche,  mit einer Band  aus Schulkameraden die Charts aufzurollen, bereits im  heimischen Keller. Wie bei Vielen reichten die selbst  beigebrachten gitarristischen Fähigkeiten nicht zu mehr.  Ende der 60ger erweiterte sich mein Musikgeschmack,  der gute alte Rock’n Roll kam dazu (besonders Elvis  Presley), genauso wie die Folk- und Protestszene (Bob  Dylan, Donovan, Joan Baez, Simon & Garfunkel) und  deutsche Liedermacher (Reinhard Mey, Hannes  Wader).  Während des  Studiums gab es kleinere Auftritte, meist als Duo zusammen  mit Freunden. Schon damals waren es die gefühlvolleren Balladen, die mich  gesanglich besonders reizten.  Dann folgten fast 20 Jahre, in denen sich meine  musikalische Aktivität auf die heimischen Kellergewölbe  beschränkte, bis sich 1979 während einer Freizeit der Haller  Volleyballer in Dänemark wieder eine kleine Combo bildete,  die Erinnerungen weckte. Immer wieder wurde danach bei  Volleyballturnieren die Gitarre rausgeholt. Zusätzlich  förderten Kontakte zu Musikern auf meiner Lieblingsinsel  Bornholm neue Motivation. 1999 fragte mich ein Freund, ob  ich nicht Interesse hätte, im Gospelchor GAM mitzusingen.  Die Begeisterung war schon ab der ersten Probe da, nette  Mitsängerinnen und –sänger, mit Brigitte eine mitreißende  Chorleiterin.  2001 gesellte sich da so’n Trommler aus Werther dazu, erst nur an der Bongo, dann  auch als Bass-Verstärkung: Ulli. Der Probenspaß wurde durch wechselseitige  dumme Sprüche ergänzt und irgendwann stellte sich heraus, dass der Typ auch  Gitarre spielte – zufällig ähnliche Songs. Marty kam 2003 hinzu, und eher zufällig  fanden wir uns irgendwann montags abends zu  einer  legendären Keller-Session bei Ulli  zusammen. Marty spielte Blues, Ulli kannte jede  Menge alter Rocksongs , und ich brachte meine  Lieblingsballaden von Runrig und Bruce  Springsteen mit. Viele tolle Monday Nights folgten,  Friedrich kam hinzu mit seinem Gefühl für den  bassistischen Hintergrund, und irgendwann war die  Idee geboren, unseren Spaß der Monday-Night-  Sessions weiter zu geben.  Der bisherige Erfolg  zeigt, dass die Idee genial war. Ein bisschen spät,  aber der Jugendtraum …  … wurde wahr!